SparkassenVersicherung meldet drastischen Rückgang bei Sturmschäden 2025
Mila SimonSparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung meldet drastischen Rückgang bei Sturmschäden 2025
Die SparkassenVersicherung (SV) verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang bei Sturmschäden: Die damit verbundenen Ausgaben sanken von 397 Millionen Euro im Vorjahr auf 87,4 Millionen Euro. Auch die Gesamtzahlungen des Versicherers gingen um etwa 10 Prozent zurück und lagen bei knapp 1,6 Milliarden Euro. Trotz dieser Entlastung blieben steigende Wasserschäden und höhere Reparaturkosten eine Herausforderung.
Das Jahr 2024 war für die SV besonders belastend gewesen – es rangierte als viertteuerstes in der Unternehmensgeschichte bei wetterbedingten Schäden. Stürme hatten damals weitreichende Zerstörungen an Gebäuden und Fahrzeugen angerichtet und die Schadensmeldungen auf Rekordniveau getrieben. 2025 jedoch blieben die Kernregionen des Unternehmens von schweren Stürmen, Überschwemmungen oder Hagel weitgehend verschont, was zu einem markanten Rückgang der entsprechenden Entschädigungsleistungen führte.
In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Schadensmeldungen wegen Wasserschäden bei der SV um etwa 25 Prozent, während Sturm- und Hagelschäden um rund 15 Prozent zunahmen. Starkregen und extreme Wetterereignisse trieben diesen Trend voran. Zudem trieb die Inflation die Reparaturkosten in die Höhe und minderte so teilweise die Ersparnisse durch die geringere Zahl an Sturmschäden im Jahr 2025.
Jenseits der Sachversicherung entwickelte sich die Sparte Lebensversicherung der SV positiv: Die Prämieneinnahmen in diesem Bereich wuchsen um 7,2 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Euro. Der Nettogewinn des Unternehmens kletterte um 42 Prozent auf 147 Millionen Euro – ein Zeichen für solide Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen.
Die SV mit Sitz in Stuttgart entstand 2004 aus der Fusion von SV Baden-Württemberg und Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen und beschäftigt heute über 5.400 Mitarbeiter. Vorstandsvorsitzender Andreas Jahn warnte, dass der Klimawandel und extreme Wetterereignisse voraussichtlich auch in den kommenden Jahren zentrale Risikofaktoren bleiben werden – trotz der ruhigeren Witterung 2025.
Die Jahresbilanz 2025 der SV zeigt zwar eine spürbare Entlastung bei den Sturmkosten, doch Wasserschäden und Inflation belasteten weiterhin die Ausgaben. Der deutliche Anstieg des Nettogewinns wurde durch das Wachstum in der Lebensversicherung und ein Jahr mit weniger Extremwetter gestützt. Langfristig bleiben Klimarisiken eine zentrale Herausforderung für den Versicherer.