SPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberbeteiligung
Sebastian HoffmannSPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberbeteiligung
Die Bundestagsfraktion der SPD unterstützt eine Initiative für verpflichtende betriebliche Altersvorsorge. Der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgelegte Vorschlag zielt darauf ab, die Rentenabsicherung von Arbeitnehmern zu verbessern. Eine zentrale Forderung lautet, dass Arbeitgeber die finanziellen Lasten paritätisch mit den Beschäftigten tragen müssen.
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hatte erstmals ein verpflichtendes System der betrieblichen Altersvorsorge gefordert. Dem Plan zufolge sollen Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet werden, in die Rentenkassen ihrer Mitarbeiter einzuzahlen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass dieser Schritt notwendig sei, um künftige Versorgungslücken zu vermeiden.
Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, unterstützte die Forderung nachdrücklich. Sie betonte den Bedarf an zusätzlichen finanziellen Mitteln, um ein ausreichendes Renteneinkommen zu sichern. Schmidt bestand darauf, dass Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge übernehmen sollten.
Die Unterstützung der SPD verleiht der DGB-Kampagne für eine verpflichtende, arbeitgeberfinanzierte betriebliche Rente weiteren Rückenwind. Würde das Modell umgesetzt, müssten Unternehmen gleichermaßen wie die Beschäftigten in die Vorsorge einzahlen. Die Maßnahme soll die wachsenden Sorgen um die Alterssicherung in Deutschland entschärfen.






