Starker US-Arbeitsmarkt erschüttert globale Finanzmärkte und Zinserwartungen
Amelie HoffmannStarker US-Arbeitsmarkt erschüttert globale Finanzmärkte und Zinserwartungen
Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Nach neuen Daten mit robusten Einstellungszahlen dämpften Anleger ihre Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen. Die Auswirkungen waren weltweit zu spüren – von Aktien über Rohstoffe bis hin zu Währungen.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, schufen Unternehmen im Juli 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die von Analysten prognostizierten 85.000. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent. Diese unerwartete Stärke des Arbeitsmarktes veranlasste Händler, die Wahrscheinlichkeit unmittelbarer Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank Fed neu zu bewerten.
Die Nachricht belastete den deutschen DAX, der kurz davorstand, erstmals die Marke von 25.000 Punkten zu knacken. Stattdessen schloss er am Freitag bei 24.759 Punkten – ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zur vorherigen Handelssitzung.
Auch die Rohstoffmärkte gerieten unter Druck: Der Goldpreis stürzte um 3,1 Prozent ab und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Der Ölpreis folgte diesem Trend – die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich auf 93,80 Dollar pro Barrel.
An den Devisenmärkten verlor der Euro gegenüber dem Dollar an Wert. Zum Handelsschluss wurden für einen Euro noch 1,1536 Dollar gezahlt – ein Zeichen für die veränderte Stimmung unter den Anlegern.
Die US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an Zinssenkungen verzögert und weltweit für sinkende Kurse bei Aktien, Edelmetallen und Öl gesorgt, während der Dollar an Stärke gewann. In den kommenden Wochen werden Händler weitere Signale der Fed genau beobachten.






