VW Financial Services gibt betriebliche Kita Freche Daxe nach 15 Jahren ab
Mila SimonVW Financial Services gibt betriebliche Kita Freche Daxe nach 15 Jahren ab
Volkswagen Financial Services (VW FS) stellt nach mehr als 15 Jahren Betrieb die hauseigene Kinderbetreuung Freche Daxe ein. Seit 2008 hatte das Unternehmen die Einrichtung voll finanziert und mit überdurchschnittlichem Personalschlüssel sowie bilingualen Programmen für die Kinder der Mitarbeiter betrieben. Ab August übernimmt nun die Stadt Braunschweig den Großteil der Betreuung.
Der Schritt folgt einem rückläufigen Bedarf an betrieblichen Betreuungsplätzen bei den VW-FS-Beschäftigten. Das Unternehmen hatte der Stadt bereits signalisiert, dass immer weniger Mitarbeiter das Angebot nutzten. Von den zehn Betreuungsgruppen werden künftig sieben von der Stadt geführt, während zwei weitere bereits zuvor in kommunale Trägerschaft gewechselt waren.
Nach der neuen Regelung zahlt VW FS der Stadt Braunschweig jährlich rund 475.000 Euro, um 55 Plätze exklusiv für Kinder seiner Mitarbeiter zu reservieren. Die übrigen Kosten in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro pro Jahr trägt die Kommune – betont jedoch, dass es sich dabei nicht um eine Subvention für das Unternehmen handle.
Die Umstellung könnte auch Auswirkungen auf die Pläne für eine neue Kita im Stadtteil Wenden-West haben. Statt eines Neubaus könnten Kinder aus den dortigen Wohnsiedlungen in der bestehenden betrieblichen Einrichtung am Käferweg unterkommen. Dies würde der Stadt hohe Baukosten ersparen, die ursprünglich für das Projekt in Wenden-West veranschlagt waren.
Mit dem Wechsel übernimmt Braunschweig mehr Verantwortung für die Kinderbetreuung, die bisher bei VW FS lag. Durch die jährliche Zahlung des Unternehmens bleiben den Mitarbeitern vorrangige Plätze gesichert, während die Stadt die operative Steuerung übernimmt. Langfristig könnte der Schritt zudem Infrastrukturkosten sparen, da weniger Neubauten nötig wären.






