15 May 2026, 12:18

Wie Deutschlands Parteien gegen den AfD-Aufstieg kämpfen – und warum die Strategien streiten

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Menge, der Mann hält einen Stock in der Hand, auf einem Papier mit deutschem Text und Zahlen, die eine Niederlage anzeigen.

Wie Deutschlands Parteien gegen den AfD-Aufstieg kämpfen – und warum die Strategien streiten

Die neueste Folge des Bundestalk-Podcasts untersucht, wie sich Deutschlands politische Parteien auf den wachsenden Einfluss der AfD einstellen. Die wöchentlich auf Plattformen wie Spotify und iTunes veröffentlichte Diskussion konzentriert sich auf Strategien, um den Aufstieg der rechtspopulistischen Partei vor den anstehenden Landtagswahlen einzudämmen. Aktuelle Umfragen und lokale Wahlergebnisse zeigen eine sich wandelnde politische Landschaft, insbesondere in Ostdeutschland.

Die AfD verzeichnet in bundesweiten Umfragen einen deutlichen Zuwachs und liegt mittlerweile zwei bis drei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. Doch ihre dominierende Position in Ostdeutschland – traditionell ihre stärkste Region – gerät zunehmend unter Druck. Bei den diesjährigen Kommunalwahlen gewann die Partei nur zwei von 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, bei denen sie antrat.

In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern führt die AfD weiterhin in den Umfragen mit 41 bzw. 36 Prozent, während beide Bundesländer sich auf die Herbstwahlen vorbereiten. Dennoch gibt es innerhalb der CDU Widerstand gegen den Aufwärtstrend der AfD. Karina Dörk, CDU-Kandidatin im brandenburgischen Landkreis Uckermark, lehnte Forderungen nach einer strikten „Brandmauer“ gegen die AfD ab und bezeichnete das Thema während ihres Wahlkampfs als „Scheindebatte“. Daraufhin sicherte sie sich ihren Sitz mit klarem Vorsprung und besiegte ihren AfD-Konkurrenten Felix Teichner.

Die Verschiebungen in der Wählergunst spiegeln auch veränderte Loyalitäten wider. Zwar sind einige ehemalige CDU- und CSU-Anhänger zur AfD gewechselt, doch eine größere Gruppe plant nun, der Wahl fernzubleiben oder linke Alternativen zu wählen.

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Der bundesweite Umfragevorsprung der AfD steht im Kontrast zu ihren durchwachsenen Ergebnissen auf lokaler Ebene, insbesondere in ihren ostdeutschen Hochburgen. Mit den bevorstehenden Landtagswahlen wird sich zeigen, ob es der Partei gelingt, ihre Unterstützung in Wahlerfolge umzumünzen. Unterdessen passen etablierte Parteien wie die CDU ihre Taktiken weiter an die sich verändernde politische Stimmung an.

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