Wohngeld bleibt oft ungenutzt – wer jetzt 300 Euro monatlich beantragen kann
Sebastian HoffmannWohngeld bleibt oft ungenutzt – wer jetzt 300 Euro monatlich beantragen kann
Steigende Mieten in Deutschland setzen einkommensschwache Haushalte und Rentner unter Druck. Rund zwei Millionen Haushalte hätten Anspruch auf Wohngeld – doch viele wissen nichts von dieser Unterstützung. Das Programm bietet finanzielle Entlastung, allerdings nur unter strengen Auflagen.
Wohngeld soll Mieter entlasten, die mit den Wohnkosten kämpfen, doch nicht jeder kann es beantragen. Haushalte, die bereits staatliche Leistungen wie Bürgergeld oder Sozialhilfe erhalten, sind ausgeschlossen. Ob ein Anspruch besteht, hängt stattdessen vom Einkommen, der Haushaltsgröße, den örtlichen Mietpreisen und steuerlichen Freibeträgen ab.
Wer Anspruch hat, erhält im Schnitt etwa 300 Euro pro Monat. Auch Eigentümer können einen Lastenzuschuss beziehen – eine Förderung für wohnungsbezogene Belastungen. Die aktuellen Sätze bleiben jedoch unverändert; die nächste Anpassung steht erst zum 1. Januar 2027 an.
Die finanzielle Belastung wächst, da die Mieten weiter steigen. Viele Rentner und Geringverdiener müssen sich zwischen Wohnen und anderen Grundbedürfnissen entscheiden. Trotz des Bedarfs wird Wohngeld kaum in Anspruch genommen – potenzielle Hilfe bleibt so ungenutzt.
Angesichts weiter steigender Mieten könnte Wohngeld für berechtigte Haushalte eine Entlastung sein. Die aktuelle durchschnittliche Zahlung von 300 Euro monatlich bringt etwas Erleichterung, doch eine Erhöhung ist erst 2027 geplant. Wer die Kriterien erfüllt – und keine anderen staatlichen Leistungen bezieht –, kann die Unterstützung jetzt beantragen.






