Wohnungsnot in Deutschland: Linke fordert radikale Wende im Sozialwohnungsbau
Sebastian HoffmannWohnungsnot in Deutschland: Linke fordert radikale Wende im Sozialwohnungsbau
Deutschlands Wohnungsnot spitzt sich weiter zu – bundesweit fehlen mindestens 1,4 Millionen Wohnungen. Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, fordert nun dringendes Handeln, um die Krise zu bewältigen. Sie warnt, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum eine gefährliche „soziale Bruchlinie“ durch das Land zieht.
Lay kritisiert die Reaktion der Bundesregierung als unzureichend. Die Zahl der im Jahr 2021 fertiggestellten Wohnungen bezeichnete sie als „beschämend“ und verlangt unverzügliche Kurskorrekturen. Zu ihren Vorschlägen gehört ein großes Investitionsprogramm, um den Bau von Sozialwohnungen und gemeinnützigem Wohnraum massiv voranzutreiben.
Zudem pocht sie auf die zügige Freigabe längst zugesagter Fördergelder für gemeinnützige Wohnprojekte. Nach Ansicht Lays muss der Staat selbst in die Pflicht genommen werden und eine große Zahl bezahlbarer Wohnungen errichten. Im Fokus stehen für sie der Ausbau von Sozialwohnungen, kommunalem Wohnraum und Genossenschaftswohnungen.
Die Linke lehnt die jüngsten Vorhaben von Bundesbauministerin Verena Hubertz ab. Lay betont, dass diese Pläne bei Weitem nicht ausreichten, um die eskalierende Krise zu lösen. Ihre Forderungen umfassen schnellere Finanzhilfen, mehr staatlich gebauten Wohnraum und eine stärkere Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Ohne diese Schritte, so ihre Argumentation, werde sich die Wohnungsnot weiter verschärfen. Die Linke drängt auf konkrete Maßnahmen statt auf halbherzige Politikreformen.






