Wolters Brauerei kämpft um Überleben: Eigenverwaltung und politische Rettungsversuche
Mila SimonWolters Brauerei kämpft um Überleben: Eigenverwaltung und politische Rettungsversuche
Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch machen die Runde um die Wolters Brauerei. Das Unternehmen hat Eigenverwaltung beantragt, um seine Geschäfte eigenständig umzustrukturieren. Die Stadt betrachtet die Brauerei als zentralen Bestandteil des kulinarischen Erbes der Region.
Wolters Brauerei hat das Insolvenzverfahren eingeleitet, um mit Aktionären und Gläubigern eine Lösung zu verhandeln. Ziel ist es, die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens durch eine Umstrukturierung oder eine Fortführung unter einer neuen Strategie zu sichern.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag einzubringen. Dieser sieht die Bildung einer Taskforce vor, die die Brauerei unterstützen soll – darunter die Unternehmensführung, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen. Kleinere Fraktionen kritisieren, dass ihre Vertreter in der geplanten Gruppe nicht berücksichtigt wurden.
Die Stadtverwaltung betont, dass sie formal nicht in die Umstrukturierung eingebunden ist. Zudem räumt sie ein, dass Wettbewerbsrecht und Beihilferegeln ihre Handlungsmöglichkeiten bei privaten Finanzkrisen einschränken. Dennoch zeigt sie sich offen, Unterstützungsmaßnahmen zu prüfen, sobald die Insolvenzverhandlungen abgeschlossen sind und eine klare Strategie vorliegt.
Das Eigenverwaltungsverfahren der Brauerei läuft bereits. Eine mögliche Beteiligung der Stadt hängt von rechtlichen Rahmenbedingungen und den Ergebnissen der laufenden Gespräche ab. Sollte der Eilantrag angenommen werden, könnte eine Taskforce gebildet werden – ihr genauer Aufgabenbereich bleibt jedoch noch unklar.
