29 June 2026, 12:13

Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein

Zementverbrauch in Deutschland auf niedrigstem Stand seit dem Zweiten Weltkrieg

Der Zementverbrauch in Deutschland ist auf das niedrigste Niveau seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gesunken. Der Rückgang spiegelt eine breitere Abschwächung im Bausektor wider, wobei sowohl private als auch öffentliche Bauprojekte bundesweit mit Schwierigkeiten kämpfen.

Hohe Zinsen und steigende Baukosten haben den privaten Wohnungsbau stark eingebremst. Trotz eines Anstiegs der Baugenehmigungen um 10 Prozent bleibt der Wohnungsbau schwach. Auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und Gewerbeimmobilien sind deutlich zurückgegangen.

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Der Zementverbrauch liegt derzeit 30 Prozent unter dem Niveau von 2020. Andere europäische Länder, darunter Frankreich, verzeichnen ähnliche Rückgänge. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, bezeichnete die Lage als eine „voll ausgeprägte Rezession“ im Baustoffsektor.

Die Bundesregierung hat zwar Mittel für die Infrastruktur bereitgestellt, doch diese haben bisher noch keine spürbare Belebung bewirkt. Experten erwarten jedoch, dass die Bauaktivität in der zweiten Jahreshälfte wieder anzieht, sobald die Gelder zu wirken beginnen.

Die deutsche Bauwirtschaft steht vor erheblichen Herausforderungen. Der Zementverbrauch hat historische Tiefstände erreicht, und die Erholung hängt davon ab, inwieweit die staatlichen Ausgaben die Baukonjunktur ankurbeln. Analysten rechnen mit einer allmählichen Besserung, sobald die bereitgestellten Mittel die Bauarbeiten stimulieren.

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