ZF Friedrichshafen verkauft Milliardensparte zur Schuldenreduzierung
Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen plant, eine seiner Sparten für knapp eine Milliarde Dollar zu verkaufen. Der Schritt erfolgt im Rahmen der anhaltenden Umstrukturierung des Konzerns nach der Übernahme des US-Unternehmens TRW im vergangenen Jahr für 12 Milliarden Dollar. Die betroffene Sparte stellt elektronische Fahrzeugkomponenten her, darunter Schalter und Bedienfelder.
ZF Friedrichshafen hatte TRW 2015 in einem 12-Milliarden-Dollar-Deal übernommen, das größtenteils über Kredite finanziert wurde. Seither passt das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten an, um die finanzielle Belastung zu bewältigen. Die nun zum Verkauf stehende Sparte ist auf Fahrzeugsteuerungssysteme spezialisiert, etwa für Heizungs- und Klimaanlagenregelungen.
Mit Sitz in Radolfzell gerät die Abteilung nun in den Fokus von Desinvestitionsplänen, da ZF seine Bilanz stärken will. Erste Gespräche mit potenziellen Käufern haben bereits begonnen, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Durch den Verkauf der Sparte könnte ZF Friedrichshafen fast eine Milliarde Dollar erlösen. Gelingt das Geschäft, würde es dem Unternehmen helfen, einen Teil der Schulden abzubauen, die bei der TRW-Übernahme entstanden sind. Aufgrund ihres Fokus auf elektronische Fahrzeugsteuerungen gilt die Sparte als attraktives Übernahmeziel für Akteure der Automobilbranche.






