04 April 2026, 08:09

AfD verliert in Rheinland-Pfalz knapp die 20-Prozent-Marke – war es Wahlbetrug oder nur Statistik?

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Mannes in Anzug und Krawatte, der ein Schild hält, auf dem steht "Der Albtraum des Wählers" und einen entschlossenen Gesichtsausdruck hat.

AfD verliert in Rheinland-Pfalz knapp die 20-Prozent-Marke – war es Wahlbetrug oder nur Statistik?

Die Alternative für Deutschland (AfD) verlor in Rheinland-Pfalz während der Wahlabendauszählung leicht an prognostizierter Stimmenanteil. Erste Schätzungen sahen die Partei bei 20 Prozent, doch das endgültige vorläufige Ergebnis lag bei 19,5 Prozent. Diese Verschiebung löste Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten aus, während Behörden sie auf normale Auszählungsprozesse zurückführen.

Briefwahlstimmen spielten wie bei deutschen Wahlen üblich eine entscheidende Rolle für das Endergebnis. Die AfD-Wählerschaft neigt eher zur persönlichen Stimmabgabe als zur Briefwahl, was sich im Laufe des Abends auf die Hochrechnungen auswirken kann.

Bis 10:00 Uhr am Wahltag hatten bereits 34 Prozent der Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz per Briefwahl abgestimmt. Zusammen mit 6 Prozent, die vor Ort wählten, lag die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 40 Prozent. Bis Mittag stieg die Gesamtbeteiligung auf etwa 50 Prozent – leicht höher als die 49 Prozent, die 2021 zur gleichen Zeit verzeichnet wurden.

Erste Hochrechnungen der Sender ARD und ZDF sahen die AfD bei 20 Prozent. Mit der Auszählung weiterer Briefwahlstimmen sank ihr Anteil jedoch auf 19,5 Prozent. Dieser Rückgang liegt innerhalb der üblichen Fehlermarge von Wahlprognosen, die sich im Laufe der Stimmenauszählung präzisieren.

Die AfD rät ihren Anhängern seit Langem von der Briefwahl ab. Viele ihrer Wähler stehen der postalischen Stimmabgabe skeptisch gegenüber und bevorzugen die Wahl vor Ort. Dieser Trend kann dazu führen, dass frühe Hochrechnungen die Unterstützung für die Partei überschätzen, da Briefwähler – die oft früher entscheiden – später gezählt werden.

Ein Facebook-Nutzer warf nach dem Fall der AfD unter die 20-Prozent-Marke Wahlbetrug vor. Die Wahlbehörde Rheinland-Pfalz wies dies zurück und erklärte, Schwankungen in den Hochrechnungen seien normal. Briefwähler verhalten sich anders als Wähler vor Ort, und ihre Berücksichtigung kann die Ergebnisse im Laufe der Auszählung verschieben.

Nicht nur die AfD verzeichnete einen Rückgang in den prognostizierten Werten. Auch SPD und Grüne erlebten im Laufe des Abends Anpassungen ihrer Ergebnisse.

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Das endgültige Ergebnis der AfD in Rheinland-Pfalz liegt bei 19,5 Prozent – ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte gegenüber der ersten Prognose. Wahlbehörden bestätigen, dass solche Verschiebungen normal sind, insbesondere bei einem hohen Anteil an Briefwahlstimmen. Die unterdurchschnittliche Briefwahlbeteiligung der AfD-Wähler trug vermutlich zu dieser Korrektur bei.

Die Gesamtwahlbeteiligung erreichte bis Mittag etwa 50 Prozent, wobei die Briefwahl eine bedeutende Rolle spielte. Bei der Wahl 2026 lag die frühe Briefwahlquote leicht unter dem Niveau von 2021, als Pandemie-Beschränkungen zu einer höheren Vorabbeteiligung geführt hatten.

Quelle