Aldi Süd streicht 1.250 Jobs am Hauptsitz – Digitalabteilung stark betroffen
Mila SimonAldi Süd streicht 1.250 Jobs am Hauptsitz – Digitalabteilung stark betroffen
Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an
Der Discounter will mit dem Schritt seine Abläufe straffen und die IT-Systeme modernisieren. Besonders betroffen ist die Digitalabteilung Aldi DX, die erst im vergangenen November gegründet wurde.
Die Digitaltochter Aldi DX war im November 2024 ins Leben gerufen worden, um Fachkräfte zu gewinnen und im Rahmen des Projekts AHEAD eine standardisierte, globale IT-Infrastruktur aufzubauen. Auf ihrem Höhepunkt beschäftigte die Abteilung über 4.000 Mitarbeiter. Nun sollen im Zuge der Umstrukturierung mehr als 1.000 dieser Stellen gestrichen werden.
Zwangsentlassungen sind nicht vorgesehen. Stattdessen werden den Beschäftigten freiwillige Abfindungsangebote unterbreitet. Zudem sollen Teile der IT-Dienstleistungen ausgelagert werden – hier wird die Zusammenarbeit mit Tata Consultancy Services ausgebaut. Ziel ist es, die Technologielandschaft zu vereinfachen und die Abhängigkeit von internen Teams zu verringern.
Neben der Digitalabteilung wird auch der internationale Einkaufsbereich Aldi International Services von Stellenstreichungen betroffen sein. Der Konzern begründet die Maßnahmen mit Effizienzsteigerungen und einer stärkeren Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder.
Durch die Restrukturierung wird Aldi Süd insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Einkauf schlanke Strukturen schaffen. Tata Consultancy Services übernimmt künftig eine größere Rolle bei der Betreuung der IT-Infrastruktur. Das Unternehmen betont, dass die Änderungen zu einem effizienteren und moderneren IT-Rahmenwerk in den globalen Geschäftsbereichen führen werden.






