23 March 2026, 10:10

Apotheker streiken am 23. März für höhere Löhne und gegen Personalmangel

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler seit der Verhandlung von Medicare über niedrigere Arzneimittelpreise sparen werden" mit einem Logo.

Apotheker streiken am 23. März für höhere Löhne und gegen Personalmangel

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Aktionstag am 23. März vor

An diesem Tag werden sie ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne durchzusetzen. Die Proteste kommen zu einer Zeit, in der Personalmangel durch stagnierende Gehälter in der Branche immer drängender wird.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Demonstrationen beteiligen. Er kritisiert die Krankenkassen scharf, weil diese sich weigern, die Vergütung anzupassen – was es zunehmend schwieriger mache, qualifiziertes Personal zu halten. Seine Anfragen an den GKV-Spitzenverband, den Dachverband der gesetzlichen Krankenversicherungen, nach Informationen über Tarifverhandlungen für AOK-Mitarbeiter blieben unbeantwortet.

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Fehske hatte den GKV zudem um die Erlaubnis gebeten, ein Foto für Protestplakate nutzen zu dürfen – vergeblich. Der Verband verwies darauf, dass man nur Medienanfragen beantworte, und ließ seine Fragen zu einer möglichen Gehaltserhöhung von sieben Prozent unbeantwortet. Eine solche Anpassung würde schätzungsweise 250 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Die Proteste richten sich nicht gegen politische Parteien, sondern gezielt gegen die Krankenkassen. Die Organisatoren betonen, dass sie weder gegen Gesundheitsministerin Nina Warken noch gegen die CDU vorgehen, sondern die Versicherer kritisieren, die hohe Managergehälter aufrechterhalten, während sie gleichzeitig die Budgets der Apotheken kürzen.

Am 23. März werden landesweit Apotheken geschlossen bleiben, während die Beschäftigten für faire Löhne demonstrieren. Da keine Lösung in Sicht ist, wächst der Druck durch unterbezahlte Mitarbeiter auf die Branche. Das Ergebnis der Proteste könnte die künftigen Verhandlungen zwischen Apotheken und Krankenkassen maßgeblich prägen.

Quelle