Ausgebrochener Stier legt Verkehr in Ilkerbruch lahm und wird erschossen
Amelie HoffmannAusgebrochener Stier legt Verkehr in Ilkerbruch lahm und wird erschossen
Ein 350 Kilogramm schwerer junger Stier ist aus einem Stall in Ilkerbruch ausgebrochen und sorgte für Chaos in der Nähe der K114 und der ICE-Strecke. Nach der Flucht des Tieres leitete die Polizei eine Großfahndung ein, die zu vorübergehenden Straßensperrungen und Zugverspätungen in der Nacht führte.
Der Stier brach aus seinem Gehege aus und lief in Richtung der K114, woraufhin die Behörden die Straße aus Sicherheitsgründen vollsperren mussten. Züge in der Nähe wurden angewiesen, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren und nur noch im "Sichtfahrbetrieb" zu fahren, um Kollisionen zu vermeiden.
Versuche, das Tier mit Beruhigungsmitteln zu betäuben, scheiterten aufgrund seines aggressiven und unberechenbaren Verhaltens. Ein Polizeihubschrauber ortete den Stier schließlich gegen 1 Uhr nachts in einem Gebüsch. Trotz des Fundorts konnten die Beamten das Tier vor Tagesanbruch nicht gefahrlos einfangen.
Der Besitzer stand die ganze Nacht in Kontakt mit der Polizei und unterstützte die Suchmaßnahmen. Am Morgen war der Stier jedoch immer noch auf freiem Fuß – seine Verletzungen und zunehmende Unruhe machten eine sichere Einfangung unmöglich.
Die Behörden entschieden sich schließlich, den Stier aus Gründen der öffentlichen Sicherheit einzuschläfern, nachdem sich sein Zustand weiter verschlechtert hatte. Damit war die Gefahr für Verkehrsteilnehmer und den Bahnverkehr gebannt. Mittlerweile ist die K114 wieder freigegeben, und der Zugverkehr normalisiert sich allmählich.






