Berliner Mordprozess gegen Palliativmediziner erreicht entscheidende Phase
Amelie HoffmannBerliner Mordprozess gegen Palliativmediziner erreicht entscheidende Phase
Ein aufsehenerregender Mordprozess in Berlin gegen einen Palliativmediziner nähert sich der entscheidenden Phase. Der Fall, der im Juli 2025 eröffnet wurde, dreht sich um den Vorwurf des Mordes mit besonders schwerer Schuld in 15 Fällen.
Der Angeklagte, ein deutscher Arzt, befindet sich seit August 2024 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm niedrige Beweggründe bei den Taten vor.
Im Rahmen der Ermittlungen fand Ende April eine Exhumierung statt. Zudem prüfen die Behörden 76 weitere mit dem Verfahren in Verbindung stehende Fälle. Ein psychiatrisches Gutachten zur Persönlichkeit des Angeklagten und seiner Schuldfähigkeit wird am 29. Juni vorgelegt.
Nach diesem Gutachten könnte das Gericht die Beweisaufnahme abschließen. Noch am selben Tag könnten die Plädoyers beginnen. Der Angeklagte hat sich noch nicht entschieden, ob er sich zu den Vorwürfen äußern wird.
Der Prozess dauert bereits fast ein Jahr. Falls das Gericht die Beweisaufnahme beendet, rückt das Verfahren der Urteilsfindung näher. Die Entscheidung wird von den vorgelegten Beweisen und Sachverständigengutachten abhängen.
