Halle reißt ikonische Riebeckplatz-Brücken bis 2029 wegen Sicherheitsrisiken ab
Sebastian HoffmannHalle reißt ikonische Riebeckplatz-Brücken bis 2029 wegen Sicherheitsrisiken ab
Halle (Saale) plant Abriss der beiden ikonischen Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029
Die Stadt hat beschlossen, die beiden markanten Brückenbauwerke am Riebeckplatz wegen Bedenken hinsichtlich der Spannbetonkonstruktion abzureißen – ähnlich denen, die beim Einsturz der Dresdner Carola-Brücke im vergangenen Jahr eine Rolle spielten. Als Reaktion darauf beschleunigt Halle nun die Überprüfung der eigenen Infrastruktur.
Hintergrund des Abrisses sind das abgelaufene Nutzungsende des Spannbetons sowie der Bedarf an einem neuen „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“. Das Millionenprojekt sieht vor, die beiden Brücken über Saale und Elisabethsaale zu ersetzen, sobald ihr Zustand sich weiter verschlechtert.
Auch die Hochstraße am Franckeplatz, ebenfalls aus Spannbeton, steht wegen ihrer Ähnlichkeit zu den Riebeckplatz-Brücken unter Beobachtung. Die Behörden betonen jedoch, dass von der Franckeplatz-Trasse derzeit keine akute Gefahr ausgehe. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung in Halle, erklärte, das Bauwerk befinde sich in besserem Zustand und werde nicht aufgegeben.
Die Stadt setzt auf kontinuierliche Überwachung, da Schäden an Spannbeton oft unsichtbar sind und sich erst durch Risse an der Oberfläche zeigen. In den kommenden Jahren soll ein langfristiges Konzept für die Zukunft der Strecke erarbeitet werden.
Bis 2029 werden die Riebeckplatz-Brücken abgerissen. Die Stadt wird sie bei Bedarf ersetzen und die Verbindung am Franckeplatz erhalten. Inspektionen und Planungen laufen weiter, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit dieser wichtigen Verkehrsachse zu gewährleisten.
