Historische Reform im Auswärtigen Amt: Ministerium wird von Grund auf neu strukturiert
Sebastian HoffmannHistorische Reform im Auswärtigen Amt: Ministerium wird von Grund auf neu strukturiert
Das Auswärtige Amt steht vor der umfassendsten strukturellen Reform seit Jahren. Bundesaußenminister Johann Wadephul hat eine grundlegende interne Umstrukturierung eingeleitet, die den Betrieb und die Organisation des Ministeriums neu gestalten wird.
Die Reform wird von zwei erfahrenen Staatssekretären geleitet: Géza Andreas von Geyr und Bernhard Kotsch. Ihr Plan sieht vor, gesamte Abteilungen des Auswärtigen Amts aufzulösen, zusammenzulegen oder umzustrukturieren.
Im Rahmen der Änderungen wird der bisherige USA-/Kanada-Referat in eine neu geschaffene Amerika-Abteilung überführt. Damit werden Nord- und Lateinamerika unter einer gemeinsamen Abteilung zusammengefasst. Auch die Zuständigkeit für Russland und die Ukraine wird künftig beim Europa-Referat liegen.
Vier Unterabteilungen und neun Fachreferate werden abgeschafft. Sämtliche Einheiten in der Berliner Zentrale des Ministeriums erhalten neue Bezeichnungen. Fast alle der rund 3.000 Mitarbeiter werden neue E-Mail-Adressen erhalten.
Betroffene Beschäftigte müssen im Herbst aufgrund der Umstrukturierung ihre Büros wechseln. Die Reform stellt einen tiefgreifenden Wandel in der Struktur des Auswärtigen Amts dar. In den kommenden Monaten werden die Mitarbeiter sich an neue Abteilungen, Aufgabenbereiche und Systeme anpassen müssen. Ziel der Veränderungen ist es, die Abläufe zu straffen und die Effizienz des Ministeriums insgesamt zu steigern.






