Kai Wegners Zukunft als Bürgermeister hängt an 100 kritischen Tagen
Amelie HoffmannKai Wegners Zukunft als Bürgermeister hängt an 100 kritischen Tagen
Kai Wegners Amt als regierender Bürgermeister Berlins steht auf der Kippe – nur noch 100 Tage bis zur Wahl. Die CDU hat ihn trotz jüngster Kritik und schlechter Umfragewerte erneut als Spitzenkandidaten bestätigt. Wegner selbst verweist auf seinen Sieg 2023 als Beweis dafür, dass frühe Prognosen trügen können.
Auf dem Landesparteitag am Dienstagabend bestätigte die CDU Wegner offiziell als ihren Kandidaten. Innerhalb der Partei gab es keine klare Alternative, die ihn hätte ersetzen können. Seine Führung steht jedoch zunehmend in der Kritik – etwa wegen des jüngsten Stromausfalls, der glatten Winterbedingungen und eines Subventionsskandals. Zudem wurde die überstürzte Ernennung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung hinterfragt.
Wegner regiert seit weniger als drei Jahren als Bürgermeister. Eine Niederlage bei der anstehenden Wahl würde das vorzeitige Ende seiner Amtszeit bedeuten, auch wenn er vorübergehend als geschäftsführender Bürgermeister im Amt bliebe. Zudem stünde wohl auch sein Posten als CDU-Landesvorsitzender zur Disposition. Dennoch erinnerte er seine Anhänger daran, dass er 2023 trotz schlechter Umfragen und fehlender Koalitionsoptionen die Wahl gewann.
Die Abstimmung am 20. September wird über Wegners politische Zukunft entscheiden. Bei einer Niederlage wäre seine Zeit als regierender Bürgermeister und Parteichef de facto vorbei. Bis dahin bleibt er im Amt – mit der CDU, die weiterhin fest hinter ihm steht.






