24 June 2026, 08:07

Rentenreform: Kommission schlägt kapitalgedeckte Säule und höheres Renteneintrittsalter vor

Woidke für Beteiligung aller Berufsgruppen in der Renten-Debatte

Rentenreform: Kommission schlägt kapitalgedeckte Säule und höheres Renteneintrittsalter vor

Die Rentenkommission hat weitreichende Reformen für das deutsche Rentensystem vorgeschlagen. Zu den Plänen gehören eine neue kapitalgedeckte Säule in der gesetzlichen Rente sowie ein einheitliches, einkommensbezogenes Rentensystem. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat eine breite Debatte über die Reformvorschläge gefordert.

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Die Kommission empfiehlt, das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und es schrittweise über 67 Jahre hinaus anzuheben. Zudem sollen die Möglichkeiten für einen vorzeitigen Ruhestand eingeschränkt werden. Eine zentrale Änderung wäre die Abschaffung der Regelung, die es Arbeitnehmern mit 45 Beitragsjahren ermöglicht, ohne Abzüge früher in Rente zu gehen.

Den Plänen zufolge würde eine einheitliche, einkommensbezogene Rente Arbeitnehmer, Selbstständige, Beamte, Abgeordnete und Führungskräfte umfassen. Die Kommission schlug vor, dass Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten. Beamte blieben jedoch von Beiträgen befreit, obwohl ihr Renteneintrittsalter an das gesetzliche System angeglichen würde.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, die Empfehlungen zügig umzusetzen. Woidke betonte, dass geprüft werden müsse, wie sich die Vorschläge auf Rentner in Ostdeutschland auswirken würden. Zudem forderte er, Beamte in die Diskussion einzubeziehen.

Die Reformen zielen auf ein inklusiveres Rentensystem ab. Sie sehen eine kapitalgedeckte Säule vor und passen das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung an. Nun steht die Regierung vor der Aufgabe, die Vorschläge in konkrete Politik umzusetzen und dabei regionale Bedenken zu berücksichtigen.

Quelle