Türkei kehrt nach 24 Jahren mit Play-off-Sieg auf die WM-Bühne zurück
Sebastian HoffmannTürkei kehrt nach 24 Jahren mit Play-off-Sieg auf die WM-Bühne zurück
Die Türkei hat sich nach einem knappen Play-off-Sieg gegen den Kosovo für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Der 1:0-Erfolg in Pristina besiegelt die Rückkehr auf die größte Fußballbühne der Welt – erstmals seit über zwei Jahrzehnten. Fans in ganz Europa, darunter große Menschenmengen in Berlin, feierten den historischen Erfolg mit begeisterten Jubelausbrüchen.
Das entscheidende Spiel fand in der kosovarischen Hauptstadt statt, wo Kerem Aktürkoğlu in der 53. Minute den einzigen Treffer des Abends erzielte. Sein Tor sicherte der Türkei die dritte WM-Teilnahme ihrer Geschichte – nach den Turnieren 1954 und 2002. Damals erreichte das Team das Halbfinale und belegte schließlich Platz drei, was bis heute der größte Erfolg der türkischen Fußballgeschichte bleibt.
In Berlin versammelten sich Hunderte türkische Anhänger am Kurfürstendamm, schwenkten Fahnen und bildeten Autokorsos mit hupenden Fahrzeugen. Die Stadt, in der seit langem eine große türkische Community lebt, erlebte spontane Feiern, die bis tief in die Nacht andauerten. Die Polizei meldete kleinere Zwischenfälle, darunter Feuerwerk und Pyrotechnik, aber keine schweren Vorfälle.
Für den Kosovo war die Niederlage ein herber Rückschlag. Unter dem deutschen Trainer Franco Foda hatten die Außenseiter gehofft, ihr WM-Debüt zu feiern. Stattdessen sicherte sich die Türkei einen der letzten verbleibenden Plätze für das Turnier 2026, das in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.
Der Sieg beendet für die Türkei eine 24-jährige Durststrecke ohne WM-Teilnahme. Die Qualifikation weckt neue Begeisterung in einem Land mit einer leidenschaftlichen Fußballkultur. Derweil bleibt für den Kosovo der Traum vom ersten großen Turniererfolg vorerst unerfüllt.






