Boris Palmer nach Austritt aus den Grünen: „Schwerste Entscheidung meines Lebens“

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Eine Gruppe von Menschen in schwarzen Jacken und weißen Kleidern steht auf einer Wiese und hält Stöcke, im Hintergrund ein Schiff und eine weiße Fahne, rechts ein Hügel und drei Personen, die vor einem Panzer stehen, unter einem bewölkten Himmel.Admin User

Boris Palmer nach Austritt aus den Grünen: „Schwerste Entscheidung meines Lebens“

Boris Palmer, der parteilose Oberbürgermeister Tübingen, verließ die Grünen 2023 nach Jahren der Kontroversen. Sein Austritt erfolgte, nachdem er wiederholt ein rassistisches Schimpfwort verwendet hatte, dessen Gebrauch er bis heute mit Verweis auf den Kontext verteidigt. Später bezeichnete er die Entscheidung als die schwerste seines Lebens.

Palmers Rückzug folgte auf disziplinarische Maßnahmen der Grünen, die ihm wegen des Vorwurfs rassistischer Sprache die Mitgliedschaft entzogen hatten. Dennoch besteht er darauf, dass das sogenannte "N-Wort" nicht schlimmer sei als andere beleidigende Begriffe, und lehnt Forderungen ab, es aus dem Sprachgebrauch zu verbannen. Seiner Meinung nach treibt die moralische Bewertung einzelner Wörter Wähler in die Arme rechtsextremer Parteien.

Seit seinem Austritt behauptet Palmer, er sei von internen "Dramen" befreit und könne freier sprechen. Dennoch zeigt er sich offen für eine Rückkehr zu den Grünen, falls sich die Gelegenheit biete. Er ist überzeugt, dass ökologische Anliegen innerhalb der Partei wirksamer vorangetrieben werden können als von außen, und kritisiert die jüngere Ausrichtung der Grünen auf Geschlechter- und Identitätspolitik.

Seine Sorgen gelten auch den sinkenden Umfragewerten der Grünen und ihrer kurzen Zeit in der Bundesregierung. Trotz aller Kontroversen betont Palmer, dass Deutschland nach wie vor eine starke ökologische Partei brauche.

Palmers Austritt markierte das Ende eines langjährigen Streits über seine Wortwahl und politische Ausrichtung. Zwar agiert er nun als Parteiloser, lässt aber eine Tür für eine Rückkehr offen. Die Debatte über seine Haltung zu beleidigenden Begriffen – und deren politische Folgen – bleibt indes ungelöst.

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