CDU setzt auf Nostalgie und Plakate im Wahlkampf – warum Europa die Digitalstrategie blockiert

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Ein buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und gelber und weißer Schrift, die in fetter Schrift 'Gewinner' lautet, mit mehreren lachenden Menschen in der Mitte.Admin User

"Der Normale": CDU wirbt mit Hagel als Mann von der Mitte - CDU setzt auf Nostalgie und Plakate im Wahlkampf – warum Europa die Digitalstrategie blockiert

Die CDU hat vor den Landtagswahlen eine neue Kampagnenstrategie vorgestellt, die traditionelle Markenführung mit verschärften Regeln für politische Werbung in Europa verbindet. Ein sanftes Türkis, Cadenabbia genannt – inspiriert von Konrad Adenauers geliebtem Urlaubsort – prägt nun die Parteimaterialien und knüpft damit bewusst an die historischen Wurzeln an. Gleichzeitig zwingen strengere EU-Vorgaben die Christdemokraten, sich von digitaler Werbung ab- und hin zu klassischen Plakaten und Großflächen zu orientieren.

Das visuelle Konzept der Partei setzt auf bewusste Schlichtheit. Auf Kandidatenplakaten erscheinen lediglich der Name der CDU und der des Politikers – aufdringliche Gestaltungsmerkmale fehlen. Manuel Hagel, Spitzenkandidat für die Landtagswahl, wird dabei als Mann aus dem Volk inszeniert. Auf Wahlplakaten ist er in alltagsnahen Situationen zu sehen – etwa auf Baustellen oder im Gespräch mit Bürgern –, was ihm den Anstrich des Nachbarn von nebenan verleiht.

Übergroße Plakatwände dominieren die Kampagne: Hagels Porträt kombiniert mit prägnanten Slogans zu zentralen Themen wie Wirtschaftstabilität und öffentlicher Sicherheit. Der Fokus auf Offline-Methoden ergibt sich aus der EU-Verordnung 2024/900, die politische Werbung in Europa neu reglementiert. Demnach müssen bezahlte Anzeigen nun klar gekennzeichnet sein, Finanzierungsquellen offengelegt und angegeben werden, ob Inhalte gezielt an bestimmte Gruppen gerichtet sind. Die Folgen sind spürbar: Plattformen wie Meta haben politische Werbung komplett eingestellt und damit eine wichtige digitale Schwerpunktroute für Kampagnen gekappt. Angesichts dieser Einschränkungen setzt die CDU auf klassische Medien – von Großflächenplakaten bis zu regionalen Printprodukten. Selbst bei kleineren Wahlen, wie der Kommunalwahl 2026 in Erding, müssen Agenturen wie RossaMedia nun vollständige Transparenz über Werbeausgaben und Zielgruppenansprache bieten.

Die CDU-Kampagne vereint damit Nostalgie mit Notwendigkeit: Das Cadenabbia-Türkis verweist auf die Parteigeschichte, während der Rückgriff auf physische Werbung die Realität der verschärften EU-Regeln in Europa widerspiegelt. Da digitale Räume für politische Botschaften schrumpfen, markiert die verstärkte Nutzung von Plakaten und bürgernaher Inszenierung einen deutlichen Wandel im Wahlkampf.

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