EKD konfrontiert die Nazi-Vergangenheit: Die Stuttgarter Schuldbekenntnis

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Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes zu sehen.Admin User

EKD konfrontiert die Nazi-Vergangenheit: Die Stuttgarter Schuldbekenntnis

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) setzt sich seit Langem mit ihrer Vergangenheit auseinander – insbesondere mit ihrer Rolle während der NS-Zeit. Dieser Prozess gewann an Fahrt, als die EKD den Beitritt zum Ökumenischen Rat der Kirchen anstrebte, was eine Aufarbeitung der eigenen Geschichte erforderte. Die 1945 verabschiedete 'Stuttgarter Schulderklärung' markierte dabei einen bedeutenden Schritt in diesem fortwährenden Prozess. 1945 veröffentlichte die EKD die 'Stuttgarter Schulderklärung', in der sie ihre Mitverantwortung für das 'unermessliche Leid' während des Zweiten Weltkriegs eingestand. Dieses Bekenntnis folgte auf Jahre nationalsozialistischer Einflussnahme innerhalb der Kirche. Bereits ab 1933 besetzten überwiegend NS-Anhänger Schlüsselpositionen und setzten den 'Arierparagrafen' durch. Dennoch formierte sich Widerstand: Einige Protestanten gründeten die 'Bekennende Kirche', um sich der NS-Herrschaft zu widersetzen – und sahen sich ab 1937 Verfolgung ausgesetzt. Während die Erklärung international Anerkennung fand, stieß sie in Deutschland auf Ablehnung. Kritiker monierten, sie gehe nicht weit genug, vor allem weil der Holocaust nicht explizit genannt werde. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hält in der Kirche bis heute an; manche halten die Erklärung nach wie vor für unzureichend. Die 'Stuttgarter Schulderklärung' der EKD war ein entscheidender Moment, um die Verantwortung der Kirche in der NS-Zeit anzuerkennen. Zwar fiel die Resonanz gemischt aus, doch die Aufarbeitung geht weiter – begleitet von anhaltenden Debatten über die Reichweite des Bekenntnisses. Dieser fortlaufende Dialog zeigt, wie sehr sich die Kirche ihrer Geschichte stellt und daraus lernen will, um voranzukommen.

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