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Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einer Präsentationsfolie.Admin User

Warum die Deutschen Fortschritt bremsen und Innovation misstrauen

Neue Studie offenbart tiefe Skepsis der Deutschen gegenüber Innovation und Technologie

Der Bosch Tech Kompass zeigt: Viele Bürger zweifeln daran, dass Deutschland Fortschritt ausreichend fördert. Weniger als jeder Vierte glaubt, dass die hiesigen Vorschriften neue Ideen wirksam unterstützen.

Nur eine kleine Minderheit würde radikale Entwicklungen wie Gehirn-Computer-Schnittstellen oder interplanetares Leben begrüßen. Gleichzeitig wünscht sich fast die Hälfte der Befragten eine Möglichkeit, den technologischen Wandel zu verlangsamen.

Die Umfrage spiegelt eine zurückhaltende Haltung der Deutschen gegenüber Innovation wider. Lediglich 59 Prozent der Teilnehmer sind überzeugt, dass technologischer Fortschritt die Welt verbessert – ein niedrigerer Wert als in vielen anderen Ländern. Noch weniger (23 Prozent) empfinden das regulatorische Umfeld in Deutschland als innovationsfreundlich. Nur 30 Prozent sehen im Bildungssystem eine Förderung kreativen Denkens.

Bei Zukunftstechnologien zeigen sich die Deutschen besonders zögerlich: Nur 13 Prozent könnten sich vorstellen, ihr Gehirn direkt mit dem Internet zu verbinden. Ebenso würden lediglich 19 Prozent auf einen anderen Planeten umziehen – selbst wenn die Technologie dafür verfügbar wäre. Obwohl 77 Prozent Künstliche Intelligenz (KI) als die einflussreichste Zukunftstechnologie anerkennen, fühlt sich weniger als die Hälfte (40 Prozent) auf ihre Auswirkungen vorbereitet.

Bosch-Chef Stefan Hartung fordert dringende Reformen. Deutschland müsse risikobereiter werden und Bürokratie abbauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, argumentiert er. Seine Vorschläge umfassen Steuererleichterungen für zukunftsweisende Investitionen und schnellere Entscheidungsprozesse. Die Studie deutet darauf hin, dass eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz von Innovation notwendig ist, um Fortschritt voranzutreiben.

In sieben untersuchten Ländern wünschen sich 57 Prozent der Menschen einen „Stoppknopf“ für den technologischen Fortschritt. In Deutschland teilen 47 Prozent diese Haltung – ein Zeichen für die weitverbreitete Verunsicherung angesichts des rasanten Wandels.

Die Ergebnisse zeigen eine Kluft zwischen technologischem Potenzial und gesellschaftlicher Bereitschaft. Die Deutschen stehen sowohl radikalen Innovationen als auch den Systemen, die sie tragen sollen, skeptisch gegenüber. Ohne Kurskorrekturen in Politik und Denkweise, so die Warnung der Studie, droht das Land in zentralen Zukunftsbereichen den Anschluss zu verlieren.

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