Bauunternehmer muss 15.000 Euro Strafe wegen Sozialbetrugs zahlen
Bauunternehmer muss 15.000 Euro Strafe wegen Sozialbetrugs zahlen
Ein Geschäftsführer eines rumänischen Bauunternehmens ist zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt worden, weil er 15 Mitarbeiter nicht bei der Agentur für Arbeit angemeldet hatte. Die von den Zollbehörden untersuchte Affäre deckte einen Schaden von rund 85.000 Euro für die deutschen Sozialkassen auf. Das Gericht stellte fest, dass der spanische Staatsbürger als Subunternehmer in Baden-Württemberg Löhne vorenthalten und Gelder veruntreut hatte.
Die Ermittlungen begannen nach einer Routinekontrolle auf einer Baustelle im Landkreis Emmendingen. Beamte der Schwarzarbeitsbekämpfung des Hauptzollamts Lörrach – mit Sitz in Freiburg – befragten vor Ort rumänische Arbeiter, deren Aussagen den Verdacht weckten, dass keiner der Beschäftigten ordnungsgemäß bei den deutschen Sozialversicherungssystemen gemeldet war.
Der Geschäftsführer, der zwei Monate lang als Subunternehmer für ein Düsseldorfer Unternehmen tätig gewesen war, konnte keinen Nachweis erbringen, dass seine Arbeiter durch die rumänische Sozialversicherung abgesichert waren. Die Staatsanwaltschaft Freiburg beantragte daraufhin einen Strafbefehl gegen ihn. Das Amtsgericht Kenzingen verurteilte ihn später wegen Lohnvorenthaltung und Veruntreuung.
Der Fall reiht sich in ähnliche Ermittlungen des Hauptzollamts Lörrach zu Sozialleistungsbetrug und Schwarzarbeit ein. Frühere Verfahren führten zu Bewährungsstrafen, gemeinnütziger Arbeit, Geldbußen und Vermögensabschöpfungen. So erhielt im Februar 2026 ein 49-jähriger Unternehmer eine zweijährige Bewährungsstrafe und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit. Ein weiterer Gehilfe musste 3.600 Euro Strafe zahlen, während ein Bauunternehmensleiter mit einer empfindlichen Geldbuße belegt wurde.
Das Urteil unterstreicht die finanziellen und rechtlichen Konsequenzen, die mit der Nichtanmeldung von Mitarbeitern bei der Sozialversicherung einhergehen. Der Schaden von 85.000 Euro für die deutschen Sozialkassen zeigt das Ausmaß der Unregelmäßigkeiten. Die Behörden kontrollieren weiterhin Baustellen auf ähnliche Verstöße.
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