Mannheim gedenkt ein Jahr nach dem tödlichen Amoklauf der Opfer und Helden
Mannheim gedenkt ein Jahr nach dem tödlichen Amoklauf der Opfer und Helden
Ein Jahr nach dem tödlichen Fahrzeug-Amoklauf in Mannheim versammelten sich über 300 Menschen in der Konkordienkirche, um der beiden Todesopfer und der vielen weiteren Betroffenen des Angriffs vom 3. März 2025 zu gedenken. Die Zeremonie begann mit dem Läuten der Glocken der Konkordienkirche und der Sebastiankirche, das den Moment der Erinnerung markierte. Teilnehmer – darunter auch der Taxifahrer, der half, den Angreifer zu stoppen – gedachten in stiller Andacht am Paradeplatz, wo Kerzen als Zeichen des Respekts entzündet wurden. Oberbürgermeister Christian Specht sprach von Mannheims Zusammenhalt und Mitgefühl angesichts der Tragödie. An seiner Seite stand Polizeipresidentin Ulrike Schäfer, die den Anwesenden Worte des Beileids übermittelte. Ein interreligiöses Gebet wurde von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften geführt. Alexander Schwarz, der Opferbeauftragte Baden-Württembergs, verlas einen Brief der Familie eines der Verstorbenen und verlieh der feierlichen Veranstaltung damit eine persönliche Note. Bei dem Anschlag wurden zwölf Menschen körperlich verletzt, viele weitere litten unter seelischer Belastung. Zwar ist die genaue Zahl der psychisch Betroffenen nicht erfasst, doch der Gedenkgottesdienst würdigte ihr Leid ebenso wie das der Verstorbenen. Mit einer Schweigeminute endete die Feier – ein Symbol für den festen Willen der Stadt, zusammenzustehen. Der Gedenkgottesdienst erinnerte nicht nur an die Toten, sondern würdigte auch den Mut der Ersthelfer und den anhaltenden Heilungsprozess der Überlebenden.
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